de.soc.studium hat keine Charta.
F: Wozu dieses FAQ? (Vorwort)
A: In de.soc.studium werden manche Fragen immer wieder gestellt. Manche davon lassen sich nicht beantworten, bei manchen vergeht einem einfach die Lust, immer wieder die gleichen Antworten zu geben. Auch die, die sich eigentlich nicht beantworten lassen, habe ich hier aufgenommen: Dabei versuche ich Hinweise zu geben, wie du mit diesen Fragen weiterkommst.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass du viele Fragen besser vor Ort bei der Fachschaft, im Fachbereich, beim AStA/UStA, beim Studierendenwerk klären kannst, die i.d.R. Beratungssprechstunden anbieten. Die Antworten, die du dort bekommst, sind (hoffentlich) aktuell und verlässlich - was nützt dir eine Antwort aus de.soc.studium, wenn du sie noch von kompetenter Stelle bestätigen lassen musst? Eine wichtige Grundregel im Studium lautet: Glaube nichts, frage selber nach.
Soweit meine pessimistische Einstellung zur Uni und zum Usenet, jetzt geht es mit den eigentlichen Fragen los:
A: Bei der Wahl des Faches hilft dir die Berufsberatung der Arbeitsagenturen meist eher wenig. Es gibt aber stets Zentrale Studienberatungen der Hochschulen. An vielen Hochschulen gibt es die so genannten Hochschulinformationstage. Dort kannst du dir einen kleinen Überblick über das Fächerangebot holen. Bei konkreten Fragen zu einzelnen Fächern empfiehlt sich ein Besuch in der Studienberatung des jeweiligen Fachbereichs oder Faches.
Weitere Informationen findest du unter
A: Was du suchst, ist www.hochschulkompass.hrk.de.
A: Bei der Wahl der Hochschule solltest du
dich fragen, was du von deinem Studium
erwartest. Fachhochschulen bilden praxisorientierter aus als
Universitäten, die wesentlich mehr Wert auf theoretische
Grundlagen legen. Von einem
Universitätsstudium sollte man sich keineswegs aus Angst
vor mangelnden Grundkenntnissen oder der längeren
Studiendauer abschrecken lassen, genauso wenig wie von einem
FH-Studiums aufgrund des etwas evtl. niedrigeren
Einstiegsgehalts, dafür ist man an der FH auch schneller
fertig und das Einkommen gleicht sich im Berufsleben schnell
an. Generell sollten Spekulationen über Bezahlungen deine
Wahl nicht beeinflussen. BLiß weil man einen Universitätsabschluss hat munn man auch
nicht unbedingt entsprechend bezahlt werden - gerade in den sozialwissenschaftlichen Studiengängen
gibt es wenige angemessene Stellen im Vergleich zu den Absolventenzahlen.
Im Zuge des Bologna-Prozesses und der Umstellung auf das Bachelor/Master -System ist ohnehin abzuwarten,
inwiefern sich dauerhaft die Unterschiede zwischen FHs und Unis erhalten.
A: Auf diese Frage gibt es leider keine vernünftige Antwort. Wenn du ein Ranking haben willst, kannst du dir einen Focus oder einen Spiegel kaufen. Diese Rankings entstehen unter zweifelhaften Bedingungen: Die Samples sind klein, manche Fachschaften haben bis heute nicht herausgefunden, wer aus ihrem Fachbereich befragt wurde. Manche Ergebnisse der Rankings sind widersprüchlich, den Befragern fehlt es an dem nötigen Wissen über die Struktur der Hochschlen.
Als Hilfestellung will ich einige mögliche Kriterien für die Hochschulwahl nennen. Dabei musst du selbst herausfinden, was für dich wichtig ist und welche Hochschule das leistet:
Wenn du herausgefunden hast, was davon für dich wichtig ist, bist du schon ein guten Stück weiter. Dann solltest du dir von den in Frage kommenden Hochschulen Informationsmaterial schicken lassen. Bei der engeren Wahl empfiehlt sich ein persönlicher Besuch zur Beratung am Fachbereich.
A: Bei dieser Frage kommt es oft zu Missverständnissen. Zunächst muss man zwischen Magister- und Diplomstudiengängen unterscheiden. Ein Magisterstudium, wie es in den Geisteswissenschaften üblich ist, besteht zwingend aus zwei oder drei Fächern, welche Kombinationen da möglich sind, ist von Uni zu Uni verschieden.
In Diplomstudiengängen gibt es eigentlich kein Nebenfach. In vielen Ingenieurs- oder Naturwissenschaften sowie in Mathematik und Informatik wird man aber ein nichttechnisches Fach, oft "Ergänzungsfach" belegen müssen, das aber nur einen relativ geringen Anteil am Studium hat. Man muss es meist erst im Laufe der Studiums festlegen und hat oft recht freie, nur durch das Angebot der Uni begrenzte Möglichkeiten. Auf jeden Fall spielt das Ergänzungsfach eine sehr nebensächliche Rolle, so dass man sich im Allgemeinen über seine Wahl vor Beginn des Studiums nicht allzuviel Gedanken machen braucht.
Die immer wieder auftauchende Frage "Ich will Informatik und XXX" studieren" ist also meist ein Missverständnis bzgl. der Prüfungsordnung, da Informatik nur äußerst selten als Magisterfach angeboten wird. Die Frage nach zwei parallelen Diplomstudiengängen wird im nächsten Abschnitt behandelt.
A: Theoretisch geht das schon. Man sollte sich nur vor Augen halten, dass Diplom-Studiengänge als Vollzeitstudiengänge angelegt sind und auch deine ganze Arbeitskraft verlangen. Man sollte sich nicht von Magister-Studiengängen täuschen lassen, die aus mehreren Fächern bestehen.
Im Allgemeinen wird es nicht ohne Weiteres möglich sein, zwei Diplom-Studiengänge nebeneinander erfolgreich zu absolvieren. In gewissen Fällen (bspw. Mathematik und Informatik) sind die Studiengänge allerdings anfangs derart deckungsgleich, dass es zumindest möglich ist, mit vertretbarem Mehraufwand beide Vordiplome zu machen. Die Frage ist nur, was man davon hat.
Wahrscheinlich wird es immer günstiger sein, sich auf ein Fach zu konzentrieren und das andere als Neben- oder Ergänzungsfach zu belegen bzw. gezielt Veranstaltungen aus dem anderen Fachbereich zu belegen. Dieses gezielte Spezialisieren dürfte viel mehr Wert haben als der Versuch von zwei Vollzeitstudien, der nur gelingen dürfte, wenn man viel Zeit, viel Geld und viel Bereitschaft zum "Schmalspurstudium" mitbringt, was nicht empfehlenswert ist.
A: Im Allgemeinen eher nicht. Die Fachkenntnisse aus der Lehre ersparen dir höchstens ein Praktikum, im Studium wirst du mit ihnen nicht viel anfangen können. Natürlich ist es von Vorteil, die Arbeitswelt in einem Betrieb schon vor dem Studium mal hautnah erlebt zu haben, aber ob sich dieser Zeitaufwand wirklich lohnt, ist eher zweifelhaft - auch vor dem Hintergrund, dass ein Studium für "alte" Studierende ziemlich teuer werden kann. Wenn Du allerdings programmieren willst ist eine Ausblildung zum Fachinformatiker sinnvoller als ein Informatikstudium.
A: Überwiegende Meinung in des Newsgruppe: Mit einem ordentlichen Urlaub, Belletristik und viel Erholung, da für sowas hinterher die Zeit nicht mehr reicht. Wiederholen von Schulmathematik ist i.A. überflüssig, da dieser nicht weitreichend genug ist und die Mathematik ohnehin nochmal neu aufgerollt wird.
A: Gar nicht. Informatik ist mehr oder minder angewandte Mathematik. Wer sich nicht für Mathematik interessiert und in der Schule damit Probleme hatte, sollte von einem Informatik-Studium (vor allem an einer Universität) Abstand nehmen.
Was immer gerne missverstanden wird: Auch Medieninformatik ist ganz normale Informatik, genauso theoretisch und mit dem ganz normal hohen Mathematikanteil. Mit Webdesign o. Ä. hat das wenig zu tun, allein der Anwendungsschwerpunkt ist irgendwo im Bereich der Medienwissenschaften angesiedelt.
Bei den "Trendstudienfächern" wie Medieninformatik (oder auch Bioinformatik, Medizininformatik etc.) lohnt sich allerdings ein genaues Hinsehen. Oftmals werden diese von den Hochschulen in erster Linie angeboten um Studierende zu ködern, vielfach sind sie sichtlich mit heißer Nadel und ohne jegliches Konzept zusammengestrickt. Häufig unterscheidet sich Medieninformatik von Allgemeiner Informatik im Wesentlichen dadurch, dass man statt eines frei wählbaren Anwendungsfachs Medienwissenschaften nehmen muss (was man aber bei Allgemeiner Informatik genauso wählen könnte). Man sollte also darauf achten, dass der Studienplan wirklich ein eigenständiges Studium darstellt und nicht wie ein Puzzle aus sowieso vorhandenen Vorlesungen aussieht. Evtl. ist man besser bedient, wenn man Allgemeine Informatik studiert und sich im Verlauf des Studiums in der Anwendung auf Medienfächer konzentriert.
Generell gilt bei Sowieso-Informatik immer: Wenn du dir nicht vorstellen kannst, Allgemeine Informatik zu studieren, dann solltest du lieber direkt Sowieso studieren und dort Informatik als Anwendungs- bzw. Ergänzungsfach nehmen. So kannst du dir viel Frust mit der trockenen und theoretischen Materie ersparen.
A: Diese Frage ist unnütz: wenn du dich um ein Studium bewerben willst, bei dem die Zulassung mit NC geregelt ist, musst du dich in jedem Fall bewerben, weil der NC jedes Jahr anders ist. Etwas vereinfacht funktioniert das so: alle Bewerber werden nach ihren Abi-Noten sortiert und die Ranghöchsten werden zugelassen. Die Note des Schlechtesten, der noch eine Studienplatz bekommen hat, ist der so genannte NC Der NC vom letzten Jahr lässt also keine Schlüsse auf deine Chancen in diesem Jahr zu. Außerdem gibt es Regelungen für Wartezeiten (siehe nächste Frage) und Härtefälle.
A: In zulassungsbeschränkten Studiengängen werden die Studierenden auf drei verschiedene Arten ausgesucht: Nach der Abi-Note (NC, siehe oben), nach Wartezeit (Anzahl der Semester, in zwischen Abitur und Studienbeginn) und evtl. nach einem Verfahren, das sich die Hochschule selbst aussuchen kann. Für jede dieser Arten gibt es ein gewisses Kontingent, wieviele so in diesen Studiengang kommen, so kann es sein, dass 80% über die Abi-Note und 20% über die Wartezeit angenommen werden. Die beiden entstehenden Listen haben nichts miteinander zu tun, es gibt keine Korrelation zwischen Wartezeit und Abi-Note. Und insbesondere ist das hartnäckig sich haltende Gerücht, jedes Wartesemester würde die Abi-Note um ein Zehntel verbessern, ins Reich der Märchen zu verweisen. Seit dem Wintersemester 2006/2007 haben die Universitäten die Möglichkeit, die überwiegende Zahl der Studienplätze nach eigenen Kriterien zu vergeben. Leider wird meistens doch wieder auf die Abitur-Note zurückgegriffen.
A: Alles, was mit der ZVS und dem N.C. zu tun hat, steht im ZVS-Info, das du bei den Unis, beim Arbeitsamt, bei der ZVS und vielleicht auch in deiner Schule bekommst. Bitte frage erst in de.soc.studium, nachdem du es gelesen hast. Das gilt vor allem für die ständige Frage nach Bewerbung während der Pflichtdienste.
A: Wohnungsangebote findest du an den Brettern in den Gebäuden der Uni oder der Mensa. Das Studentenwerk vermittelt Wohnheimzimmer und hat manchmal auch eine allgemeine Zimmervermittlung. Lass dir auch die Adressen von privaten Angeboten und von privaten/kirchlichen Wohnheimen geben. Es empfiehlt sich auch der Blick in die lokale Presse. In manchen Städten bieten Wohnungsbaugenossenschaften günstige kleine Wohnungen auch für Studierende an. Es lohnt sich auch bei Fachschaften, AStA/UStA mal nachzufragen. Die Studentenwerke und Studierendenschaften (Fachschaften, AStA/UStA) findest du meist auch auf einem WWW-Server der entsprechenden Uni oder FH. Wenn du via Usenet eine Wohnung finden willst, sind deine Erfolgsaussichten in de.markt.wohnen größer als in de.soc.studium.
Weitere Hinweise zur Wohnungssuche gibt es z.B. bei http://www.studis.de/StudInfo/wohnen.html.
A: Damit deine Eltern noch weiter Kindergeld erhalten, darfst du ca. 7680 Euro im Jahr (plus Werbungskosten von pauschal 920 Euro) verdienen. Beachte bitte, dass das Kindergeld nur bis Vollendung des 25. Lebensjahres (plus evtl. Wehrdienst-/Zivildienst-/FSJ/FÖJ Zeit) gezahlt wird.
A: Studierende haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Sozialhilfe, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass durch BAföG keine Bedürftigkeiten bei Studierenden mehr auftreten dürften. Ausnahmen gibt es da nur sehr wenige, bspw. haben die Kinder studierender Eltern natürlich Sozialhilfeanspruch.
Mit der gleichen Begründung bekommen Studierende auch eigentlich kein Wohngeld - der Mietkostenzuschuss ist durch das BAföG abgedeckt. Allerdings hat man doch einen Wohngeld-Anspruch, wenn BAföG schon "dem Grunde nach" nicht in Anspruch genommen werden kann. Das ist bspw. dann der Fall, wenn es wegen Fachrichtungswechsel oder fehlendem Leistungsnachweis kein BAföG mehr gibt oder wenn die Förderungshöchstdauer überschritten wurde. BAföG-EmpfängerInnen sollten also auf jeden Fall nach Ende der Zahlungen Wohngeld beantragen. Keinen Anspruch auf Wohngeld hat man, wenn es kein BAföG gibt (oder gäbe), weil das eigene Einkommen oder das der Eltern zu hoch ist. Details hierzu findest du unter http://www.usta.de/Info/SozialInfo/2002/wohngeld.html
A: Frage Dich erst folgendes:
A: Sicherlich kannst du dir vorstellen, was hier los wäre, wenn jeder, der eine Hausarbeit schreiben muss, erstmal ein Posting in de.soc.studium loslassen würde - die Gruppe wäre unbrauchbar. Deswegen die Bitte: wenn du solche Fragen im Usenet stellen willst, dann in den Gruppen, die zu dem Thema gehören, zu dem du eine Frage hast. Also bei einer Arbeit in z.B. in Physik in de.sci.physik. du findest zu fast jedem Fach eine Gruppe in der de.sci.* Abteilung. deine Frage wird in diesen Gruppen vermutlich ähnlich unerwünscht sein, wie in de.soc.studium, aber dafür sind deine Erfolgschancen größer. Auf eine ausführliche Beschreibung der Informationsgewinnung für wissenschaftliche Arbeiten ohne Usenet verzichte ich, weil sie ohnehin Grundwissen ist.
Im WWW gibt es Hausarbeiten u.ä. bspw. auf folgenden Seiten:
A: Das ist einzig und allein Sache derjeweiligen Prüfungsordnungen und -ausschüsse und wird an jeder Hochschule anders gehandhabt. Eine allgemeingültige Antwort auf diese Frage gibt es nicht, es bleibt dir nichts übrig, als an der neuen Hochschule selbst nachzufragen.
A: Prinzipiell ist das möglich, allerdings muss man einerseits Doktoreltern finden und andererseits zumeist Leistungen an der Uni nachholen. Mehr lässt sich dazu allerdings nicht sagen, da sich diese Frage ob der je nach Bundesland bisweilen recht unterschiedlichen diesbezüglichen gesetzlichen Regelungen und der darin bisweilen enthaltenen großen Gestaltungsspielräume für die Hochschulen wohl nur schwerlich so kurz beantworten lässt, dass die Antwort sinnvoll in eine FAQ einzubetten wäre. Diese Frage stellt man also besser an die in Frage kommende Uni statt in dieser Newsgruppe.
A: Sicherlich kannst du dir vorstellen, was hier los wäre, wenn jeder, der eine Hausarbeit schreiben muss, erstmal ein Posting in de.soc.studium loslassen würde - die Gruppe wäre unbrauchbar. Deswegen die Bitte: wenn du solche Fragen im Usenet stellen willst, dann in den Gruppen, die zu dem Thema gehören, zu dem du eine Frage hast. Also bei einer Arbeit in z.B. in Physik in de.sci.physik. du findest zu fast jedem Fach eine Gruppe in der de.sci.* Abteilung. deine Frage wird in diesen Gruppen vermutlich ähnlich unerwünscht sein, wie in de.soc.studium, aber dafür sind deine Erfolgschancen größer. Auf eine ausführliche Beschreibung der Informationsgewinnung für wissenschaftliche Arbeiten ohne Usenet verzichte ich, weil sie ohnehin Grundwissen ist.
Im WWW gibt es Hausarbeiten u.ä. bspw. auf folgenden Seiten:
A: Gleich vorweg: de.soc.studium ist keine erfolgsversprechende Tauschbörse. Es gibt eine vom VSB. Die findest du unter der URL: http://www.studienplatztausch.de/.
Für das Fach Psychologie gibt es eine Börse unter: http://www.uni-tuebingen.de/psi/tausch/
Wer etwas zu diesem Dokument beisteuern möchte, soll sich nicht scheuen, es in die Newsgroup zu posten oder eine Email an ruth.faq07@datenkollektiv.de zu schicken.
Last modified: Mon Jan 01 2007 22:36:57 CET 2006